ffm.de – Im Großen und Ganzen eine Farce?

Ich meldete nun schon einige „Mängel“ über die Plattform ffm.de, eine Seite, die ehemals für den Bürgerhaushalt der Stadt Frankfurt am Main zur Verfügung stand. Daher war die Seite ehemals auch eine wirklich tolle Idee, die aber – offiziell mangels Beteiligung – eingestellt und zu einer Seite, auf der sich Bürger an ihrer Stadt „beteiligen“ können, umgebaut wurde.

An der sich „Bürger an ihrer Stadt beteiligen“ können? – Das klingt gut! – Genauer gesagt klänge es gut, wenn dem auch so wäre.
Auf der Seite gibt es zum Beispiel ein Dialogverfahren:
„Ihre Ideen für die Stadt Frankfurt am Main“
Nebendran präsentiert sich Herr Becker stolz auf einem Bild und heißt die Besucher der Seite Willkommen.
Klickt man auf den „Jetzt mitmachen!“-Button wird man direkt auf eine „Ideenplattform“, die sowas wie den ehemaligen Bürgerhaushalt darstellen könnte, weitergeleitet.
Als Besucher der Website lassen sich dort Ideen schreiben und auch unterstützen. Und natürlich auch Kommentare schreiben.

Wird auf der Startseite etwas weiter nach unten gescrollt, kommt der Mängelmelder zum Vorschein.
Mängelmelder? – Gute Idee!
In den Städten gibt es schließlich IMMER eine Menge Mängel. Gerade hier in Frankfurt gäbe es einiges zu bemängeln: Unfreundliche Mitarbeiter im Bereich der Stadtentwässerung und des Ordnungsamtes, ebenso Inkompetenz in beiden Ämtern,… um nur auf Anhieb zwei zu nennen.

Hier ist schön: Als Nutzer muss man, entgegen der Ideenplattform, nicht registriert sein um einen Mangel zu melden. Aber: Melden wir uns an und landen auf der Landkarte, die Frankfurt anzeigt und setzen den Punkt dort, wo der Mangel sich befindet. Dann sollte aus einer Kategorie aus 5 (FÜNF!) Punkten ausgewählt werden, um welchen Mangel es sich handelt.

Müll
Straßenschäden
Ampel defekt
Straßenschild defekt
Straßenbeleuchtung defekt

Wie, will man manche Mängel gar nicht sehen?
Da fehlen doch noch einige! Wie wäre es zum Beispiel mit „falsch parkenden Fahrzeugen“ (schließlich ist das eine Angelegenheit der STADTpolizei der Stadt Frankfurt), oder „inkompetenten oder unfreundlichen Mitarbeitern“?
Ach so, nein. Das geht nicht. Damit würde man sich vermutlich ins eigene Knie schießen.
So meldete ich zum Beispiel am 7.10.2014 einen Mangel. Es lag Unrat in einem Bach und es drohte Unwetter. Dieser Unrat von der Baustelle nebenan wurde von Kindern und Jugendlichen, die auf dem Spielplatz der sich nebenan befindet, in den Bach geworfen.
Anstatt die Meldung direkt „in Angriff“ genommen wurde, kam die Rückmeldung, dass mein Anliegen an die „zuständige Stelle“ weitergeleitet worden sei. Das war ebenfalls am 7.10.2014.
Dann tat sich nichts mehr.
Die Baustelle setzte über Monate aus, Unwetter zogen über Frankfurt, der Winter zog über Frankfurt, der Unrat wurde weggespült, es folgte im April 2015 eine Bachreinigung, privat iniziiert bei der Teile des Unrates viel weiter unten im Bachlauf wieder heraus geangelt wurden. Und endlich, Ende Mai 2015 kam per ffm.de die Rückmeldung – nach 7 (SIEBEN!) Monaten, dass die Stadtentwässerung Frankfurt die zuständige Firma (Fa. STH Hüttental GmbH) zur Reinigung des Bereiches beauftragt habe. Selbige habe dann auch am 26.05.2015 die Baustelle gereinigt.
Nach eigenen Angaben (telefonische Rückfrage am 29.05.2015) hat Frau Bausch sich die Baustelle aber nicht angesehen und wird das erstmal auch nicht – sie habe keine Zeit dafür (Im Westen nichts Neues). Und so liegt also noch immer einiges an Unrat (Folie (ungesichert), Sandsäcke, Balken) dort herum. Mal ganz abgesehen vom japanischen Knöterich, auf den ich sie noch hätte an… Oh, da war einfach aufgelegt.
Japanischer Knöterich ist eine Art Unkraut, das sämtliche einheimischen Pflanzen verdrängt und sich sehr stark ausbreitet, wenn es nicht massiv bekämpft wird. Es wächst im Bereich der Stadtentwässerung, also in eben dem Bereich für den Frau Bausch zuständig ist und ist bereits wieder auf eine Höhe von rund 2 Meter angewachsen.

Tja liebe Stadt Frankfurt, vielleicht solltet ihr mal darüber nachdenken euren Mängelmelder in eigenen Sachen zu erweitern. Inkompetenz, Faulheit oder Unfreundlichkeit, wie am Telefon schon öfter zu erfahren gewesen, sind nämlich auch Mängel!

Tür auf? – Tür zu!

Es wird ständig in den Medien davor gewarnt fremde Menschen ins Haus zu lassen. Und da bei uns im Haus schon mehrfach eingebrochen wurde, habe ich für mich beschlossen, das auch eben so in die Tat umzusetzen und niemanden, den oder die ich nicht kenne oder die kein berechtigtes Interesse nachweisen können (Polizei, Feuerwehr, Notdienste (keine Sanitärdienste, es sei denn ich hätte sie selbst bestellt)) ins Haus zu lassen.

So ging ich also in den vergangenen Tagen zur Tür raus, als sich von außen eine mir unbekannte Person, ein Mann, dagegen stemmte und versuchte sich Zugang zu verschaffen. Auf meine Anfrage, ob die Person „hier“ wohne, bekam ich lediglich als Antwort, dass mich „das gar nichts anginge“. Also zog ich die Tür endgültig hinter mir zu. Woraufhin der Spruch „Sehr freundlich, Du Arschloch!“ von eben dem vor der Tür wartenden kam.
Dass dieser äußerst „freundliche“ Herr bereits geklingelt zu haben schien, konnte ich von innen nicht sehen. Jedenfalls fragte ich ihn, ob mit ihm alles „in Ordnung“ sei, denn wir seien weder per Du, noch stehe es ihm zu ausfallend zu werden.
Wie auch immer, die Diskussion zog sich noch einige Zeit hin und er klingelte noch zwei Mal, reagierte aber weder darauf, dass ihm elektronisch geöffnet wurde, noch dass am anderen Ende der Wechselsprechanlage nachgefragt wurde. Bis schließlich eine Frau von innen die Tür öffnete und fragte, weshalb der Herr nicht rein käme. – Natürlich weil ich ihm die Tür vor der Nase zugezogen hatte!
Die Dame ließ auch direkt noch einen weiteren Herrn, der sich inzwischen vor der Tür eingefunden hatte, mit ins Haus. Der begann sich den beiden erstmal vorzustellen, wurde jedoch direkt von ihr abgewürgt. Dann verschwanden die Frau und der erste Herr und der zweite Herr verblieb allein im Treppenhaus.

Zwei Tage später begegnete ich der Frau. Sie öffnete mir mit den Worten „Das ist doch ein Service! Oder?“ die Haustür – woraufhin ich mich höflich bei ihr bedankte und ihr selbstverständlich Recht gab. Ich versuchte allerdings kurz die Situation richtigzustellen, die sich abgespielt hatte und mein Handeln zu erklären.
„Innerhalb der vergangenen drei Jahre ist – besonders in den unteren Etagen – verstärkt eingebrochen worden. Sicherlich gibt es einige, die daraus nicht gelernt haben, andere schon. Die achten dann auch darauf, niemanden mehr ins Haus zu lassen, die sie nicht kennen. Generell würde ich aber den Verdacht hegen, dass Sie, sollten Sie in einem 2-Familien Haus leben, nicht alle rein lassen die Sie nicht kennen, weil die ja sicher zu den Nachbarn wollen..
Hier leben wir einfach nur mit einigen Parteien mehr zusammen, aber vom Prinzip her ist das nichts anderes! Und mal ernsthaft: ICH möchte nicht, dass bei mir eingebrochen, alles durchwühlt und meine Sachen geklaut werden. Sie etwa?“

Gut, darauf konnte die Dame fast nur noch mit einem „Nein“ antworten. Sie zog es dann aber vor „schnell zum Bus“ zu müssen und nicht glauben zu wollen, dass ihr Mann mit solchen Ausfälligkeiten an der Haustür um sich wirft.

Na herzlichen Glückwunsch!
Da haben wir uns hier im Haus ja „was eingefangen“.

#NotJustSad – Jeden Trend muss man nicht mitmachen!

Zurzeit kann man, wenn man bei Twitter das Stichwort #NotJustSad eintippt, allerlei Dinge rund um Depressionen von den unterschiedlichsten Menschen lesen. Dabei stellt sich schnell heraus, dass vieles, dort geschriebenes, einfach nur Mist ist. Teilweise versuchen sich die Menschen vielleicht in die Rolle zu denken, manchmal stellen sie sich vielleicht in der Rolle vor und ein anderes Mal sind sie vielleicht depressiv.

Warum eigentlich #NotJustSad, bzw. #JustNotSad?

Für das Wort „Sad“ gibt es mehrere Übersetzungen:
Traurig, bedauerlich, unglücklich, trist, schlimm, schmerzlich, betrüblich.
Das Wort „traurig“ trifft die Bedeutung aber am genauesten.
Also auf gut Deutsch übersetzt:
#NichtNurTraurig

Ja, aber was denn sonst?

Liest man, wie Eingangs erwähnt, den Hashtag JustNotSad bei Twitter durch, finden sind dort sogar Vergleiche zu „Twilight“ oder „The Walking Dead“. Und diese Vergleiche sind laut Twitterprofil von Erwachsenen, die, wie sie der Welt erzählen, an Depressionen leiden.
Das wäre in etwa so, als würde ich mir einen Zombie-Film ansehen und danach der Welt erzählen wie leer, ausgesaugt und tot ich mich doch fühle.
Ihr versteht worauf ich hinaus möchte?

Und damit sind wir beim eigentlichen Thema:
Nicht jeder, der MAL depressiv ist, hat gleich Depressionen!
Nicht jeder, der MAL Kopfweh hat, hat einen Hirntumor!
Nicht jeder, der MAL einen Wadenkrampf hat, hat gleich ein Raucherbein!

Der Sinn dürfte klar sein. Oder?

Natürlich hat jeder Mensch auch „mal“ einen schlechten Tag oder ist einfach „mal“ nicht gut drauf. Vielleicht ist ein Mensch an einem oder sogar an mehreren Tagen depressiv. Das war auch schon zur Zeit meiner Großeltern nicht anders. Aber damals wäre auch noch niemand auf die Idee gekommen zum Arzt zu gehen und zu sagen: „Herr Doktor, Herr Doktor, ich habe Depressionen! Geben Sie mir Medikamente, verschreiben Sie mir eine ambulante Therapie!“
Und vor allem eine ambulante Therapie! Ihr wisst schon, dass die ambulante Therapie eigentlich auch für nach dem stationären, bzw. teilstationären Aufenthalt in einer Klinik gedacht ist und gerade die Menschen mit Depressionen eine ambulante Therapie dringendst benötigen würden?
Leider bekommen die aber oftmals Langezeit keinen Platz – weil die Therapieplätze alle belegt sind – wegen Menschen die „Mal“ depressiv sind. Daher sind Wartezeiten bis zu 24 Monaten keine Seltenheit.

Ich finde es ja toll, dass über soziale Netzwerke auf psychische Probleme aufmerksam gemacht wird, aber eine Bitte habe ich dann doch:
Macht das nicht auf Kosten derer, die tatsächlich psychiatrische oder psychologische Hilfe dringend bräuchten und lasst den Menschen bitte die wenigen freien Plätze, die es gibt.
Stellt euch einfach mal vor, ihr hattet eine OP, kommt aus dem Krankenhaus, sollt die Wunde ambulant nachversorgen lassen und dann sagt man euch am Tresen von mindestens 10 verschiedenen Haus- oder Fachärzten bei jedem einzelnen immer wieder: „Das tut mir leid. Wir sind belegt, aber melden Sie sich doch in einem Jahr (variabel 6 bis 24 Monaten) nochmal zur Wundversorgung. Dann können wir uns vielleicht drum kümmern.“ So lang lauft ihr dann mit eurer unversorgten Wunde rum und niemand kümmert sich um euch.
Genau so geht es Menschen mit echten psychischen/seelischen Problemen.

These: Wer ficken will muss ein Arschloch sein

Ich stelle einfach mal die These auf: „Wer ficken will muss nicht freundlich, sondern ein Arschloch sein.“

Begründung:
Die Evolution sah es schon vor Urzeiten so vor, dass das „stärkste“ Männchen schaffte sich zu vermehren. Damals ging es allerdings noch um was anderes als Geld und Prestigeobjekte wie Autos, Urlaube, Sonnenbräune – Entschuldigung, Solariumbräune – Fitnessstudio und Anabolika gestählte, aufgemalte, oder gar gebotoxte Sixpacks (ganz zu schweigen von den Penisverlängerungen, bei denen Deutschland im Ranking sich in der oberen Hälfte befindet).

Nicht anders bei der Frauenwelt!
Heute zählt Prestige (neues Smartphone), aufgebotoxte Lippen, Wangen, Augen und vor allem Brüste mehr als das natürliche Aussehen. („Ey Alta!“)

Und dann hört man ihn dennoch immer wieder. Den Todesspruch:
„Wer ficken will muss freundlich sein!“

Nicht, dass er mir die vergangene Zeit um die Ohren geflogen wäre – also nicht direkt -, aber zuletzt hörte ich ihn heute im Radio in einer Reportage und musste mich fast quer über meinen Laptop (Radio per Internet) übergeben.
Da war die Rede von „Frauen stehen auf den sanften, einfühlsamen Mann“ und „Frauen lieben es umgarnt zu werden“ und solch Schmalz.
JA! Das mag sicherlich auf die Eine oder Andere zutreffen, das würde ich nicht abstreiten, aber der Gros steht eben auf den Macho, der ihr, auch wenn sie es NIEMALS zugeben würde, sagt wo es lang geht! – Wenn auch auf eine eher subtile Art und Weise. – Und hier ist der springende Punkt.

Vor einiger Zeit sagte mir eine inzwischen gute Bekannte, eine Studentin (Katzenhalterin), dass sie sich nur noch Spanier an Land zieht. Auf meine Frage nach dem Grund erklärte sie kurz: „Ich stehe auf Machos und die haben genau die Art mir zu sagen wo es lang geht. Die Deutschen können das nicht. Die sind entweder zu prüde oder zu plump. Die sagen entweder: „Ey Alte, ficken!“ oder sind zu schüchtern. „Schau Dich doch an. Du bist zwar superlieb, aber mit Dir könnte ich nie was anfangen, Du bist mir nicht Macho genug. Du kannst mir nicht zeigen was Sache ist. Frau will gesagt bekommen was sie tun soll. Frau will genommen werden!“
Das lies mich kurz stutzen und ich fragte eine andere Freundin (Hundehalterin), rund 10 Jahre älter, einige Tage später. Sie bestätigte mir das in etwa, allerdings lies sie das mit „den Deutschen“ aus. Außerdem hat sie ein Faible für Italiener.
(die beiden kennen sich nicht und entspringen völlig unterschiedlichen Kreisen)

Ich denke, würde man noch einige Frauen, die wirklichen offen für das Thema sind, im Alter zwischen 25 und 35 auf das Thema ansprechen, kämen relativ ähnliche Ergebnisse dabei heraus.

Ich habe so das dumpfe Gefühl, „der Deutsche“ versucht sich, da er mit dem typischen „sanften Macho“ mit dem er nicht mithalten kann, mit seinen Prestigeobjekten zu kontern. Das würde auch für die zum Teil extreme Solariumbräune einiger und das versuchte „Möchtegern-türkisch-italienisch-hassenichgesehen“ sprechen. Nur um cool zu wirken!

Ergo: Wer ficken will muss nicht freundlich, sondern ein Arschloch sein!

Weshalb jeder „Power-“ oder „Heavy-User“ sein sollte

Fast jeder, der schon mal eine Website oder mindestens einen vServer für sich gebucht hatte kennt eine Option, die so gut wie immer in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen steht:

Fair Traffic Use

oder

Fair Traffic Flat

Das steht für nichts anderes als: „Sei fair im Umgang mit dem Traffic-Verhalten und überstrapaziere es nicht!“. Dabei stellt sich jedoch die Frage was dieses „Überstrapazieren“ eigentlich genau bedeutet. Der eine Anbieter versteht darunter 1 Terabyte, der Nächste 2 Terabyte, der Übernächste schon 5 und der darauf Folgende schon 8 oder 9 Terabyte. Das kann der Anbieter aber jeweils selbst festlegen und, nach Überschreitung von selbigem entweder die Bandbreite der Anbindung des Servers oder Webspace beliebig drosseln (meist von 100 MBit auf 10 MBit) oder im schlimmsten Fall den mehr entstandenen Traffic sogar nachberechnen. Dazu wird der Kunde im Normalfall mindestens ein mal zuvor über die mehrfache Überschreitung informiert und darauf hingewiesen, dass er künftig mit einer Nachzahlung des mehr entstandenen Traffics zu rechnen haben wird. Die Kosten hierfür können, abhängig vom Anbieter, unterschiedlich hoch ausfallen und richtig ins Geld gehen.

Wie kommt man eigentlich darauf, Traffic-Beschränkungen „Flat“ zu nennen?

Ganz einfach: Weil’s geht!
Unter den oben genannten Begriffen ist das durchaus zulässig, denn als Anbieter kauft man sich auch ein bestimmtes Daten-Paket (Kontingent) ein. Das kann, je nach Kunden- und Nutzungszahl, größer oder kleiner ausfallen.
Und hier gilt die Regel: Je mehr Daten, desto günstiger der Preis.
Das wird der Anbieter natürlich auch, wenn er ehrlich wirtschaftet, so an die Endkunden weitergeben.

Aber wie soll ich Traffic erzeugen wenn ich nur einen langsamen (oder keinen) Internetanschluss habe?

An der Stelle sind all diejenigen gefragt, die sich noch immer scheuen zu Hause auch mal einen Livestream länger laufen zu lassen als „zwingend“ nötig. Lieber schnell eine Website mit einem Videostream oder auch eine Skype-Konferenz verlassen, weil „man ja nicht unnötigen Traffic verursachen muss“.
Doch! Genau das sollte man. – JEDER von uns! – Denn kein Megabyte des verursachten Traffics ist unnötig. Ganz im Gegenteil.

Das Internet wird durch starke Nutzung nicht immer teurer, sondern günstiger – ganz im Gegensatz zu dem, was uns so mancher oft weismachen möchte. Natürlich muss mit stärkerer Nutzung des Netzes auch weiter ausgebaut werden, was allerdings durch selbige direkt wieder erwirtschaftet wird (schnellere, bessere Anbindung, größeres Trafficvolumen, besserer Netzausbau, …).
Selbst der Netzausbau im Bereich DSL wird dadurch gefördert. Die großen Versorger hier in Deutschland, die bisher hauptsächlich ein Interesse haben ihre Leitungen in Städte zu legen um dort Serverfarmen zu betreiben, beginnen dann erst einen Sinn zu sehen auch ländlichere Regionen zu versorgen wenn sie sich für sie lohnen.
Sprich: Sobald mehr Traffic erzeugt wird. An dem verdienen sie Geld! Der Ausbau kostet lediglich und spült nichts in die Kassen.

Das heißt also, mehr Traffic ist besser für meinen Anbieter UND mich?

Etwas vereinfacht dargestellt ja. Denn:
1.) der Anbieter des Servers oder Webspaces kauft größere Trafficpakete ein und kann sie an die Kunden weitergeben
2.) größere Trafficpakete bedeuten Mengenrabatt. Das gilt sowohl für Hoster, als auch für Provider (DSL und Mobilfunk, …)
3.) mehr verkaufter Traffic steigert die Attraktivität des günstigeren Netzausbaus (aufgrund zu erwartender Gewinnabsichten).

Und sollte es in Zukunft möglich sein die „Fair Traffic Flat“ mal wirklich zu überschreiten, sprechen wir nicht mehr von solch kleinen Paketchen wie bisher sondern von Paketen im mindestens zweistelligen Bereich. Dazu benötigt es aber zuerst mal einsichtige Bürger, die verstehen dass sie dem #Neuland nicht schaden wenn sie auch mal länger online bleiben als eigentlich nötig oder mehr Daten durchrattern und ihren Paketzähler nicht stillstehen lassen.